VORTRÄGE

Ich biete Vorträge zu ethnologischen und altamerikanistischen Themen an. Für einen Vortrag bei Ihnen können Sie mich direkt buchen. Kontaktieren Sie mich für nähere Informationen per Email: chavez(at)lederbogen.com

DIE WELT DER MAYA: MYSTERIUM UND FASZINATION

Die Kultur der Maya zählt bis heute zu den größten Mysterien der Menschheitsgeschichte. Ihr Kulturareal in Mittelamerika erstreckte sich über Südmexiko, die Halbinsel Yukatan bis ins heutige Guatemala und Belize. In den Städten voller Tempel, Pyramiden und Palästen wohnten bis zu 200.000 Menschen. Es waren wortwörtlich „Gott-Königstädte“, die in der Blütezeit der Maya zwischen 250 – 900 nach Christus in ihrer Bedeutung auf- und abstiegen. Schöpfungsmythen, Ballspiel, Kalender, Hieroglyphen und ihr „Untergang“ faszinieren uns bis heute. Der Vortrag gibt einen Einblick in die faszinierende Welt der Maya.

Vortrag, ca. 60 min, geeignet für TeilnehmerInnen ab 18  Jahren.

KRANKHEIT UND TOD IM KULTURVERGLEICH
DIE TRADITIONELLE MEDIZIN IN SÜDAMERIKA AM BEISPIEL “SUSTO” UND DER MEXIKANISCHE TOTENALTAR

In dem Vortrag “Krankheit und Tod im Kulturvergleich” geht es im ersten Teil um die Frage, was in anderen Kulturen als Gegensatz zu Gesundheit definiert wird. Denn: In vielen Kulturen wird körperliche Krankheit nicht als solche, sondern als Teil eines umfassenden Begriffes von „Krise“, „Leiden“ oder „Bedrängnis“ registriert. Die daraus resultierenden lokalen und kulturspezifischen Heil- und Behandlungsweisen nennt die Ethnomedizin-Forschung “Techniken des symbolischen Heilens“. Anhand des Beispiels „Susto“ wird eine kulturspezifische Krankheit des peruanischen Andengebietes und die Techniken ihrer Behandlung vorgestellt. Im zweiten Teil des Vortrages geht es um den Umgang mit dem Tod und der Endlichkeit des Lebens in Mexiko anhand des Beispiels der Festlichkeiten zum „Día de los Muertos“ (Tag der Toten). Zentraler Bestandteil des Festes ist der Altar für die Toten. Die verschiedenen Ebenen und Gegenstände auf dem Altar haben eine symbolische Bedeutung und werden anhand von Bildern eingehend betrachtet und erklärt.

Vortrag, ca. 60 min, geeignet für TeilnehmerInnen ab 18  Jahren.

AFRO-PERU UND DIE BESONDERHEIT KULTURELLER IDENTITÄT

Die afrolateinamerikanische Bevölkerung wird in der Regel mit jenen Regionen in Verbin­dung gebracht, in der sie einen dominanten Teil der Bevölkerung bildet, wie bei­spielsweise in der Karibik und in Brasilien. Weniger bekannt ist, dass es auch in den übrigen südamerikanischen Staa­ten Bevölkerungsgruppen mit afrikanischen Wurzeln gibt, die dort jedoch eine Minderheit darstellen, so wie es im Land Peru der Fall ist. Insbesondere die deutsche Ethnologie hat sich bisher kaum mit der afroperuanischen Bevölkerung beschäftigt. Im Vortrag stelle ich mein Buch „Afro-Peru. Eine Analyse von Forschungsergebnissen“ kurz vor, um dann auf die Bezeichnung Afroperuaner genauer einzugehen. Ferner kommen drei Autoren zur Sprache. Sie haben gegensätzlich über Teilaspekte der afroperuanischen Bevölkerung Perus publiziert. Eine kurze Filmdokumentation über einen afroperuanischen Tanz rundet den Vortrag ab.

Vortrag, ca. 60 min, geeignet für TeilnehmerInnen ab 18  Jahren.

DIE PRÄINKAISCHEN KULTUREN PERUS

Schlüsselpunkt, um den sich die Geschichte Perus dreht, ist zweifelsohne die Eroberung des Landes durch die Spanier im Jahre 1532. Was vor diesem Schlüsselereignis existierte, ist durchweg als „Inka-Reich“ bekannt. Das „Inka-Reich“ in seiner größten Ausdehnung bestand jedoch vor diesem Schlüsselereignis seit nur sechs Jahrzehnten. In der Zeit vor den Inka entwickelten und wechselten sich im zentralen Andengebiet bereits seit über 3500 Jahren eine Fülle von Kulturen und Reiche auf lokaler Ebene ab. Der Vortrag stellt die Zeit vor den Inka – also die präinkaischen Kulturen Perus – in den Mittelpunkt der Betrachtung. Denn das Nebeneinander unterschiedlicher Naturbedingungen und die Entwicklung regionaler Kulturen aufgrund der je eigenen Anpassung der Menschen an ihre Lebensräume in der Zeit vor den Inka bilden den Hintergrund für die großräumige Interaktion, die dann schließlich in die Entstehung eines komplexen Staates, wie es das “Inka-Reich” war, einmündet. Da es keine schriftlichen Hinterlassenschaften dieser Vor-Inka-Kulturen gibt, werden vor allem archäologische Aspekte zur Sprache kommen.

Vortrag, ca. 90 min, geeignet für TeilnehmerInnen ab 18  Jahren.

DIE INDIGENEN VÖLKER AMAZONIENS
TEIL 1: VÖLKER AM WESTRAND DES AMAZONASBECKENS

„Amazonien“, „Amazonas-Gebiet“ oder „Amazonas-Becken“ sind Bezeichnungen für das Einzugsgebiet des Amazonas und seiner Nebenflüsse, es bedeckt fast die gesamte nördliche Hälfte des Kontinents Südamerika und ist das größte zusammenhängende Regenwaldgebiet der Erde. In der Amazonasregion leben 22 Millionen Menschen. Davon gehören etwa eine Million den indigenen Völkern in der Region an. Indigene im Amazonasgebiet sind heutzutage Menschen mit einem doppelten Leben. Sie bewegen sich zwischen zwei Welten bzw. Kulturen. Der Vortrag befasst sich zunächst mit dem geografischen Großraum sowie der Geschichte und der sprachlichen Vielfalt der indigenen Bevölkerung. Exemplarisch vertiefend fällt dann die Betrachtung auf den Westrand des Amazonasbeckens – die montaña. Dabei geht es vor allem um die indigenen Gruppen Awajún und Shipibo-Conibo. Sie betreiben wie viele indigene Amazonasvölker den Wanderfeldbau.

Vortrag, ca. 90 min, geeignet für TeilnehmerInnen ab 18  Jahren.

DIE INDIGENEN VÖLKER AMAZONIENS
TEIL 2: DAS XINGU-GEBIET

Das 1961 gegründete Xingu-Reservat am oberen Xingu-Fluss im Matto Grosso Brasiliens ist mit seinen 27.000 Quadratkilometern fast so groß wie Belgien. Hier leben etwa 5.500 Menschen fünfzehn indigener Gruppen unterschiedlicher Herkunft und Sprache in 32 Siedlungen. Grundlage für das friedliche Zusammenleben ist vor allem das intertribale Handelssystem, die natürliche Abgeschlossenheit des Gebietes bzw. die frühe Abschirmung des Alto Xingu im Zuge der Erschließung der Region durch den brasilianischen Staat. Der Vortrag stellt fünf Aspekte der Kultur der Bewohner des Alto-Xingu vor, ferner die erste Erforschung des Alto Xingu durch deutsche Forscher Ende des 19. Jahrhunderts und fragt nach den Möglichkeiten zukünftiger autonomer Handlungsspielräume der Alto-Xinguaner in einem Land wie Brasilien, das als Vorreiter in der Schutzpolitik der Indigenen des Regenwaldes gilt.

Vortrag, ca. 90 min, geeignet für TeilnehmerInnen ab 18  Jahren.